Begriff
Meisterbrief
Abschlussdokument der Meisterprüfung, mit dem Handwerksmeister ihre fachliche Qualifikation nachweisen.
Der Meisterbrief ist die Urkunde über die bestandene Meisterprüfung in einem Handwerk. Er belegt fachliche, betriebswirtschaftliche und pädagogische Kenntnisse und berechtigt in zulassungspflichtigen Gewerken zur selbstständigen Ausübung. Die Prüfung wird bei der zuständigen Handwerkskammer abgelegt.
Für Auftraggeber ist der Meisterbrief ein Hinweis auf Qualität, aber kein Garantieschein. Viele Betriebe haben eine Meisterin oder einen Meister im Team, die nicht selbst die Arbeit ausführen. Fragen Sie deshalb gezielt, wer den Auftrag verantwortlich leitet.
Gute Betriebe zeigen den Meisterbrief gern vor. Er ist im Zweifel ein Teil der Nachweise, die Sie zusammen mit dem Handwerksrolleneintrag prüfen. Ergänzend helfen Referenzen aus vergleichbaren Projekten.
Verwandte Begriffe
- MeisterpflichtVorgabe, dass bestimmte Handwerke nur von Betrieben mit Meister oder gleichwertiger Qualifikation ausgeübt werden dürfen.
- GesellenbriefNachweis der bestandenen Gesellenprüfung nach einer Ausbildung; allein berechtigt er in zulassungspflichtigen Gewerken noch nicht zur Selbstständigkeit.
- HandwerksrolleAmtliches Verzeichnis der Handwerksbetriebe bei der Handwerkskammer, in dem zulassungspflichtige Betriebe eingetragen sind.
- HandwerkskammerKörperschaft der Selbstverwaltung des Handwerks auf regionaler Ebene, die die Handwerksrolle führt und Betriebe berät.